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Fisch des Jahres 2021

Der Alet ist Schweizer Fisch des Jahres 2021

bei uns ist der Fisch bekannt unter den Namen Döbel oder Aitel. Der Schweizerische Fischerei-Verband (SFV) hat den Döbel zum Fisch des Jahres 2021 erkoren.

Döbelgruppe nahe dem Rheinfall Foto: sda  SFV
Der Schweizerische Fischerei-Verband (SFV) hat den Döbel zum Fisch des Jahres 2021 erkoren. Der Alet/Aitel oder Döbel sei ein Überlebenskünstler, ein hoffnungsvoller Beweis für die Widerstandskraft der Natur, heisst es in einer Medienmitteilung vom Samstag.

Der Döbel (Squalius cephalus) gehört zur Familie der Karpfenfische, der weltweit grössten Fischfamilie. Er ist in der Schweiz und auch in unseren süddeutschen Gewässern stark verbreitet und in ökologisch beeinträchtigten Gewässern einer der häufigsten Fische.

Der Döbel sei schlau, misstrauisch und nur schwer zu fangen, schreibt der Fischerei-Verband. Seine Wertschätzung in der Freizeitfischerei steige wegen des Rückgangs von Forelle und Äsche.

Ein sehr anpassungsfähiger Fisch auch in der Brigach.

Döbel Fischtafel am SchwedendammMit seinem schlanken Körperbau und dem breiten Maul sei er anpassungsfähig wie kein Zweiter. Er finde praktisch überall Nahrung. Er liebe strömendes Wasser, komme aber in Seen genauso gut zurecht wie den Mittellandflüssen oder in kleinen Wiesenbächlein in Alpentälern.

«Kurz: Der Döbel ist ein veritabler Überlebenskünstler, fast schon Opportunist», heisst es in der Mitteilung des SFV. Der Döbel könne mit zerstörten Gewässerräumen besser umgehen als die meisten seiner empfindlichen Artgenossen. Seine Überlebensstärke liege auch an der Fortpflanzungskultur mit hohen Eierzahlen, einer sehr kurzen Entwicklungszeit und vitale Larven.

Schliesslich sei der Döbel gegenüber Krankheiten, Parasiten und chemischen Verunreinigungen widerstandsfähiger als andere Fische. Sogar die Klimaerwärmung könne ihm - noch - wenig anhaben. Er ertrage Wassertemperaturen von mehr als 30 Grad. Und dank seines Misstrauens flüchte er rechtzeitig vor fischfressenden Vögeln.